Morgenlob am Montag, 5. August

 Zeugnis    Ihr werdet meine Zeugen sein! (Apg 1,8) Wessen Zeugen und wie? Zeugen der frohen Botschaft durch mein Verhalten, mein Leben, durch das, was ich sage und tue.

 

 

 

Am selben Tag gingen zwei, die zu den Jüngern von Jesus gehört hatten, nach dem Dorf Emmaus, das zwölf Kilometer von Jerusalem entfernt lag. Unterwegs unterhielten sie sich über alles, was geschehen war. Als sie so miteinander sprachen und alles hin und her überlegten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Aber sie erkannten ihn nicht; sie waren wie mit Blindheit geschlagen. […]

Inzwischen waren sie in die Nähe von Emmaus gekommen. Jesus tat so, als wollte er weitergehen. Aber sie ließen es nicht zu und sagten: Bleib doch bei uns! Es geht schon auf den Abend zu, gleich wird es dunkel! Da folgte er ihrer Einladung und blieb bei ihnen. Als er dann mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, sprach das Segensgebet darüber, brach es in Stücke und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn.

Aber im selben Augenblick verschwand er vor ihnen. Sie sagten zueinander: Brannte es nicht wie Feuer in unserem Herzen, als er unterwegs mit uns sprach und uns den Sinn der heiligen Schriften aufschloss? Und sie machten sich sofort auf den Rückweg nach Jerusalem. Als sie dort ankamen, waren die Elf mit allen übrigen versammelt und riefen ihnen zu: Der Herr ist wirklich auferweckt worden! Er hat sich Simon gezeigt! Da erzählten sie ihnen, was sie selbst unterwegs erlebt hatten und wie sie den Herrn erkannten, als er das Brot brach und an sie austeilte.

(Lk 24,13-35)


 Herr, allmächtiger Gott, du hast uns diesen neuen Tag geschenkt. Bewahre uns vor Unheil und lenke unsere Gedanken, Worte und Werke, dass wir stets deinen Willen tun und lebendige Zeugen deiner Gegenwart sind.

 



Abendlob am Montag, 5. August

 Prophet sein    Bei meiner Taufe wurde ich gesalbt; somit bin ich Priester, König und Prophet in Christus! :-) Deshalb habe ich den Auftrag und die Pflicht, im Namen des Herrn Falsches anzuklagen und mich für das Gute einzusetzen. Ich werde gebraucht, damit diese Welt ein bisschen besser wird!



 

Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Heiligen Geistes, nach Galiläa zurück. … So kam er auch nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

(Lk 4,14-21)

Herr, unser Gott, wir danken dir für alles, was wir heute empfangen haben. Nimm unser Abendgebet an und lege uns ins Herz, die Zeichen der Zeit zu erkennen und zu deuten.