Segeln mit perfektem Wetter - Jugendfreizeit Heilig Blut vom 05. bis 10. August 2012 

Unser Segeltagebuch

Am Sonntag, den 5. August 2012 fanden sich 18 Jugendliche und zwei Betreuer am Pfarrheim Hl. Blut ein. Das Ziel? Lelystad in Holland! Es stand mal wieder der alljährliche Segeltörn mit unserem Gemeindereferenten Markus Stein an. Nach einer Autofahrt quer durch Deutschland, bei gefühlten 30°C und nicht funktionierender Klimaanlage, erreichten wir die Hafenstadt am Ijsselmeer, in der wir von Regenschauern begrüßt wurden.

Nach dem stärkenden Essen besserte sich das Wetter und unser Schiff Auwe Neel konnte endlich geentert werden! Nach einer Begrüßung durch Skipperin Wietske und unseren Matrosen Müller (Philipp) gab es noch eine kleine Gute-Nacht-Geschichte von Markus, danach verzogen sich alle rasch in ihre Kojen.

Am Montag bekamen wir nach dem Frühstück eine „juuute“ Segeleinweisung von Philipp, der erfreut feststellte, dass die meisten schon alte Hasen waren, was das Segeln anging. Dann ging es auch schon los! Das Ziel war Stavoren und der Weg dahin war von viel Regen und großen Wellen gezeichnet. Unsere altbekannte Freundin, die Seekrankheit, ließ nicht lange auf sich warten, im Vergleich zum letzten Jahr hielt sie sich aber in Grenzen. Anscheinend reichte einigen der viele Regen noch nicht und sie machten sich auf den Weg zum Strand, um eine Runde zu schwimmen. Dort wurde dann auch das allseits beliebte Mörderspiel gestartet, was jedes Jahr für viele lustige Situationen sorgt.

Am zweiten Tag hatten wir morgens noch Zeit, um wichtige Einkäufe oder auch Duschgänge an Land zu unternehmen. Oder auch einfach nur ne Runde zu „gammeln“. Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Nordseeschleuse, von dort aus wollten wir auf's Wattenmeer hinaus segeln und uns dort Trockenfallen lassen. Ein Traum, auf dessen Erfüllung Markus 10 Jahre warten musste. Beim Trockenfallen fährt man mit den Plattbodenschiffen auf die Nordsee hinaus, dort wartet man auf die Ebbe und lässt sich auf eine Sandbank fallen. Der Vorgang fiel auf die Nachtstunden, was bedeutete, dass wir in den Sonnenuntergang hinein segeln konnten. Allerdings hieß das auch, dass wir um zwei Uhr nachts den Anker lichten mussten. Einige machten bis dahin durch oder schliefen unterm Sternenhimmel. Nach dieser Aktion gingen wir alle erschöpft ins Bett.

Als wir am nächsten Morgen aufstanden bot sich uns ein unglaubliches Schauspiel. Das Wasser war einfach weg! Man konnte auf den Meeresboden schauen und dort auch herum wandern - was wir dann auch für zwei Stunden taten. Es dauerte dann eine Weile bis wir wieder genug Wasser unterm Kiel hatten, um zu unserem Lieblingshafen Enkhuizen zu segeln. Auf der Fahrt holten sich diejenigen, die sich nicht eingecremt hatten (also die Mehrheit) einen bösen Sonnenbrand, welcher im Hafen mit viel cremen und Gurkenmasken behandelt wurde.

Am Donnerstag, unserem letzten Segeltag, ließen wir uns wieder viel Zeit und segelten dann in aller Ruhe nach Lelystad. Das Besondere an dieser Fahrt war, dass das Schiff von uns Jugendlichen gesteuert wurde, zumindest großteils. Ein Teil der Gruppe war hinten beim Schiff steuern, der andere Teil wechselte sich beim Klüvernetzing ab und wieder ein anderer Teil schrubbte das Deck. Da gabs dann voll „Eeeeelend und Theaaater“, wir stellten nämlich fest, dass das Schiff ned so ganz dicht war =). Kurz bevor wir in den Hafen einfuhren durften alle Mutigen nochmal ins Ijsselmeer springen. Am Abend beteiligten sich alle, auch die Jungs, am Bord-Shopping. Zum Leidwesen der Mädchen beschränkte sich die Auswahl nur auf T-Shirts und Pullis, die dafür aber mit dem schicken Logo der Auwe Neel verziert waren. Überflüssig zu erwähnen, dass jeder Teilnehmer jetzt mit mindestens einem Pulli oder T-Shirt ausgestattet ist.

Am letzten Tag verabschiedeten wir uns von Wietske und Matrose Müller und verließen Lelystad gen Heimat. Der Großteil verschlief die Heimfahrt und regte sich nur während der WC-Pausen. Um elf Uhr abends kamen wir alle erschöpft, aber mit schönen Erinnerungen daheim an.
Unser größter Dank gilt natürlich, wie immer, unserem Markus. Vielen Dank an Herrn Pfarrer Reichel, dessen Segen uns wunderbares Wetter beschert hat (den wollen wir nächstes Jahr wieder!).

[Bericht von Julia, Thess, Line, Lilli, Miri]

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