Pfarrei Heilig Blut

Der Bolivienkreis Hl. Blut Rosenheim trauert um einen langjährigen Freund

Padre Paco ist mit 92 Jahren verstorben. Eine bronchiale Entzündung hat seine Lunge irreparabel geschädigt, seine Kräfte waren am Ende. Bis zuletzt hat Padre Paco gearbeitet, seine Pfarrgemeinden spirituell  geführt und mit dem von ihm mit gegründeten und aufgebauten gemeinnützigen Institut ISALP die vielfältigen Hilfe-Projekte und Internate verantwortet.

Die grosse indigene Gemeinde in Yura/Potosi in Bolivien hat einen unermüdlichen Kämpfer und Förderer verloren. Er ist nicht mehr bei uns. Aber seine Arbeit, die der Bolivienkreis - allen voran Christof Langer - 35 Jahre lang begleiten durfte, hat grosse und nachhaltige Früchte getragen, die Projekte werden dank ISALP weitergehen. Paco bleibt präsent, in seinen Werken, in unseren Gedanken.

Wir verabschieden uns in grosser Dankbarkeit.

 


Nachruf Padre Paco (18.03.1931 - 30.06.2022)

Geboren ist Padre Paco als Galizier in der Diözese Santiago de Compostella. Eine Schwester wurde Ordensfrau, ein Bruder Jesuitenpater in Spanien. Paco entschied sich nach einer ersten Kaplansstelle in Santiago für die Mission, kam in die Diözese Sucre in Bolivien und begann sofort mit der Schüler- und Studentenarbeit. Dem dortigen Kardinal Maurer war die Arbeit von Paco bald zu politisch und so wechselte er in die Diözese Potosi. Dort war er in der verarmten Bergarbeiterstadt Potosi (4200m ü.M.) sehr willkommen. Reiche Zinnbarone beuteten mit internationalen Konzernen die Rohstoffe aus. Die Bergarbeiter und Bauern im Hochland der Anden blieben arm, ließen ihre Gesundheit in den Bergstollen, lebten perspektivlos in ihren Wellblech- und Lehmhütten.

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"Wir schenken einander Zeit..."

bei den Seniorennachmittagen in der Pfarrei Heilig Blut

Programm 2022/2023:

01. September 2022
Besuch des Rosenheimer Herbstfestes
Treffpunkt um 12 Uhr, am Haupteingang zum Flötzinger Zelt
Anmeldung bei Marianne Eckardt 

13. September 2022
Herr Hans Kerschbaumer berichtet von
Eindrücken seiner Ukrainereise

11. Oktober 2022
„Eine Nonne und ein Magier aus einer Familie“
Schwester Dolore Fischbacher erzählt.

08. November 2022
„Als Streetworker in Bolivien“
Berichte und Filme von Herrn Andreas Penninger

13. Dezember 2022
Texte und Musik zum Advent
mit Monika Fackeldey und Resi Lang

10. Januar 2023
„Wie hat Jesus gessprochen“  Herr Hanaro ist Assyrer und
macht uns mit dem Aramäischen bekannt.

14. Februar 2023
„Es war einmal…!“
Frau Dipl.Psych. Rita Metzger erzählt neue Märchen.

14. März 2023
„Was ist Mystik?“, eine Einführung von Johann Bold

18. April 2023
„Kräuter - wie wirken sie auf unsere Gesundheit?“
mit Frau Apothekerin Nadja Wehner.

09. Mai 2023
„Gymnastik ligth!“
Übungen für jedes Alter mit Frau Conny Strauss.

13. Juni 2023
„Bürgerschaftliches Engagement und Musik“
mit Andrea Dörries

 11. Juli.2023
Sommerfest 2023 
Ort der Veranstaltungen: Saal im Pfarrzentrum von Heilig Blut, Heilig-Blut-Straße 43c
Beginn: 14.30 Uhr, anschließend gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen

Auf Ihr Kommen freut sich das Team!

Verantwortlich Marianne Eckardt, Telefon 269 264

Änderungen im Programm wie Corona bedingte Absagen der Veranstaltungen sind möglich.

 


Benno Biehler seit 50 Jahren Priester

Benno Biehler ist seit 50 Jahren Priester. Der ehemalige Rosenheimer Dekan sowie Pfarrer von Heilig Blut, Kastenau und Pang feierte am 5. März 2022 sein Goldenes Priesterjubiläum - auf eigenen Wunsch im kleinen Kreis, aber nicht weniger herzlich.

Enge Weggefährten besuchten den Geistlichen im Ruhestand, um ihm die Glückwünsche und Geschenke zu überreichen, allen voran Domkapitular Dekan Daniel Reichel, der zugleich Nachfolger ist in seiner Funktion als Leiter der Stadtteilkirche-Am Wasen, sowie Marianne Eckardt, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von Heilig Blut.

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Neue Lektorin für Hl. Blut

Als neue Lektorin und Kommunionhelferin konnte Domkapitular Dekan Daniel Reichel Frau Alexandra  Konawko zu Beginn des Sonntagsgottesdienstes in Hl.Blut begrüßen und vorstellen. Zusammen mit der Urkunde des erzbischöflichen Ordinariats und im Beisein von Gemeindereferentin Frau Maria Leutgäb (3.v.li.)und Thomas Bullinger(li.), verantwortlich für die Lektoren  in Heilig Blut und Happing, segnete Pfarrer Reichel die künftige kirchendienstliche Mitarbeit und überreichte ein Buchpräsent.

Foto und Text: Franz Knarr


Kirche braucht Struktur-Wandel

Es war keine leichte Aufgabe für Dr. Markus Roth, Geschäftsführer vom Rosenheimer Bildungswerk, im Pfarrzentrum von Heilig Blut: Als Moderator der gut besuchten Podiumsdiskussion zum „Synodalen Weg“ mit dem Titel „Glaube leben“ musste er offizielle Informationen und persönliche Ansichten der Teilnehmer innerhalb von 90 Minuten in eine verständliche Struktur bringen. Im Fokus standen dabei die vier Foren des Gesprächsformats innerhalb der römisch-katholischen Kirche, wie sie in den Arbeitskreisen der Synodalversammlung diskutiert werden: „Frau in der Kirche“, „Sexualmoral“, „Macht“ und „Priester“. Veranstaltet hatten den Abend die Verantwortlichen der Dekanate Rosenheim und Chiemsee zusammen mit der Stadtteilkirche-Am Wasen.                                          

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Foto und Text: Marianne Eckardt


Einweihung der Kapelle zur Heiligen Familie in de Happinger Au

Viele Happinger Bürger folgten der Einladung zur festlichen Einweihung der Kapelle von Familie Kupferschmied auf deren landwirtschaftlichem Gelände in der Happinger Au. Domkapitular Dekan Pfarrer Daniel Reichel zelebrierte zusammen mit Pater Darius die Hl. Messfeier, die vom „Laetare-Chor“ der Familie Valenta und der Bläsergruppe „Mangfall Blech“ unter Ltg. von Michi Maier musikalisch umrahmt wurde.

Es war eine längere Geschichte, so Wolfgang Kupferschmid, bis es zum Bau der Kapelle kam. Von der Planungsphase bis zur Vollendung vergingen drei Jahre – die Baukosten bewegen sich im oberen sechsstelligen Bereich. In Zusammenarbeit mit den Handwerkern entstand ein sich den Besuchern öffnender Bau, der sofort den Blick auf die besonderen Bilder der Darstellung Jesu, Maria und der Hl. Familie freigibt  und eine eigene Mystik ausstrahlt. Letztlich war es ein tiefes Glaubensbekenntnis,  als man sich zum Patronat der Hl.Familie entschloss. Über dem Ganzen ein Glasfenster mit der Hl.Geist-Taube, extra von einem Glaskünstler aus der Bodenseeregion geschaffen. 

Hoffnung, Zuversicht und Vertrauen sollen die Besucher erfahren gemäß dem Aufruf aus dem Lukas Evangelium: “Kommet und seht“. Ein Wunsch, der sich durch die feierliche Segnung bestärkte. Auch der anschließende gesellige Ausklang zeugte von menschlichem Gemeinsinn.

Foto und Text: Franz Xaver Knarr

 


Jetzt Weichen stellen für Bewahrung der Schöpfung

Wie kann die katholische Kirche nachfolgenden Generationen eine gerechte und lebenswerte Umwelt hinterlassen? Was können Pfarreien und Pfarrverbände unternehmen, um den Klimawandel zu stoppen? Und wie sehen nachhaltige Konzepte für Mobilität, Bauen, Ressourcenverbrauch und Gebäudemanagement aus?

Diese und weitere Fragen standen jetzt im Mittelpunkt eines Umweltdialogs mit dem Titel „Kirche und Klimaschutz“ im Rosenheimer Stadtteil Heilig Blut. Referent des Abends war Hermann Hofstetter, Umweltmanagementbeauftragter im Erzbischöflichen Ordinariat München und Fachreferent Umwelt.

Den Kontakt hergestellt hatte Franz Opperer, Stadtrat und Mitglied der Kirchenverwaltung Heilig Blut, der sich freute, jetzt den Referenten in Rosenheim begrüßen zu können.

Die Veranstaltung der Stadtteilkirche Rosenheim-Am Wasen, die pandemiebedingt am Pfarrheim Heilig Blut (im Freien, aber zugleich wettergeschützt) stattfand, stieß auf großes Interesse bei unterschiedlichen Generationen und war entsprechend gut besucht. Unter den Gästen waren Domkapitular Dekan Pfarrer Daniel Reichel mit dem gesamten Pastoralen Team, Paul Deutschenbaur, der Vorsitzende vom Dekanatsrat Rosenheim, sowie die Vorsitzenden der drei Pfarrgemeinderäte in der Stadtteilkirche und Herr Hiltl 1. Vorsitzender des Bürger-Vereins Happing.

Referent Hofstetter stellte das breit gefächerte Thema Umwelt- und Ressourcenschutz vor und erläuterte dessen Historie in der Kirche allgemein sowie in Oberbayern im Konkreten. Die Schöpfung zu bewahren, ist an sich ein zentraler christlicher Gedanke. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, benötigen wir für unsere Lebensweise im Jahr 2050 drei Erden“, fasste er zusammen. Um jedoch langfristig die Umsetzung der Klimaziele erreichen zu können, sei jeder einzelne gefragt. Die Prozesse dazu anzustoßen und auf Dauer ein Umdenken sicherzustellen, sei kein einfacher Weg – im Gegenteil.

Wie vielschichtig das Thema ist, erklärte er anhand von Beispielen. So hat die Erzdiözese eine Broschüre herausgegeben, die sich mit dem Thema „Bauen und Sanieren“ beschäftigt und darin Wege aufzeigt, wie verträglich gebaut werden kann und welche Materialien sich besonders eignen. Auch das Thema „Ernährung und Verpflegung“ spielt dem Experten zufolge eine wesentliche Rolle, beispielsweise in kirchlichen Einrichtungen wie Kindergärten und anderen Betreuungseinrichtungen. In Sachen Flächenversiegelung und Nutzung von kirchlichen Grund und Boden zeigte er Beispiele auf, die es der Natur ermöglichen, sich „wohl“ zu fühlen. „Weil wir es gewohnt sind, dass eine Wiese regelmäßig gemäht wird, sieht sie für uns nur dann sauber und gepflegt aus“, machte er deutlich.

Für Flora und Fauna sei es dagegen sinnvoller, auf eine „Wildwiese“ zu setzen. Den Abschluss bildete eine Diskussionsrunde mit den zahlreichen Besuchern, die allerlei Themenschwerpunkte – von Entsorgungsverfahren in Sachen Altpapier bis hin zur Gestaltung von landwirtschaftlichen Flächen, Friedhöfen und Grünanlagen – umfasste.

Neben der Prozessberatung, dem Design von Pilotprojekten und der Koordination von Abläufen beschäftigt sich Hermann Hofstetter mit der Entwicklung und Implementierung von Nachhaltigkeitskriterien. Er koordiniert die diözesane Nachhaltigkeitsberichterstattung und verantwortet zudem die überdiözesane Kooperation in Sachen Kirchenklima, Nachhaltiges Bauen und „enkeltaugliche Verpflegung“.

Martin Aerzbäck